BWL Studium: Inhalte, Voraussetzungen & Karriere

Du willst BWL studieren und fühlst dich verloren bei all den Optionen? Wir erklären dir hier alles zu Studieninhalten, Voraussetzungen sowie Karriere- und Gehaltsaussichten.

23. Juli 2026
Eine BWL Studentin schaut sich zuhause ihre Studienunterlagen an.

Auf einen Blick

  • Abschluss: B. A., B. Sc.
  • Regelstudienzeit: 6 – 7 Semester
  • NC: 1,5 – 3,0
  • Studienform: Vollzeit, dual, berufsbegleitend, Fernstudium

Was ist Betriebswirtschaftslehre?

Die Betriebswirtschaftslehre ist eine Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften und beschreibt die Führung, Steuerung und Organisation eines wirtschaftlichen Betriebs oder Unternehmens. Ziel der BWL ist es, Entscheidungsprozesse in Unternehmen zu beschreiben, zu erklären und zu unterstützen. Dabei befasst sich die BWL mit der wirtschaftlichen Perspektive, fokussiert auf den Einzelbetrieb.

Wirtschaftsfachwissen und ein versierter Umgang mit Zahlen sind in jedem Unternehmen von großem Vorteil. Nicht ohne Grund ist die Betriebswirtschaftslehre das beliebteste Studienfach in Deutschland. Daher wird der Studiengang auch an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen angeboten – es gibt mehrere hunderte Studienmöglichkeiten für dich zur Auswahl.

Ein besonderes Highlight im BWL Studium ist die spezielle Vertiefung, die du eigentlich an jeder Hochschule ab dem dritten Semester auswählen kannst. Dadurch bekommst du ein solides Fundament an betriebswirtschaftlichem Know-how, kannst dich aber auch früh auf ein konkretes Thema spezialisieren.

Allgemeine Begriffserklärung: BWL, VWL, Management und Wirtschaft

Viele Begriffe, die eigentlich dasselbe bedeuten: Ein Studium mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Betriebswirtschaftliche Grundlagen werden bei all diesen Studiengängen und Themengebieten vermittelt, dennoch gibt es Unterschiede. Wir erklären dir hier die wichtigsten Begriffe im Überblick:

Wirtschaftswissenschaften, unter Studierenden auch gern WiWi genannt, bezeichnet die Lehre der Wirtschaft im Gesamten. Sie umfasst sowohl BWL (Betriebswirtschaftslehre) als auch VWL (Volkswirtschaftslehre) als Teilbereiche.

Betriebswirtschaftslehre ist die Lehre von der Organisation, Steuerung und Führung von Unternehmen.

Als zweites Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften befasst sich die VWL (kurz für Volkswirtschaftslehre, auch Nationalökonomie oder Sozialökonomie) mit der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Erzeugung und Verteilung von Gütern und Produktionsfaktoren. Anders als in der BWL stehen in der VWL weniger einzelne Unternehmen, sondern vielmehr ganze Staaten und/oder Wirtschaftsräume im Fokus der Betrachtung.

Die Inhalte dieses Studiengangs sind in vielen Positionen deckungsgleich zum BWL Studium. Als Manager*in bist du nach einem Abschluss in vielen Bereichen eines Unternehmens einsetzbar. Im späteren Berufsleben werden Manager*innen oft als Führungskräfte in Unternehmen eingesetzt. Dort sorgen sie für effektive Arbeitsläufe und Wirtschaftlichkeit der Unternehmen.

Ähnlich wie der Studiengang Management ist auch ein Wirtschaftsstudiengang ein betriebswirtschaftliches Studium. Der Begriff Wirtschaft wird daher gerne als Synonym für BWL oder Wirtschaftswissenschaften verwendet. Im Zentrum des Studiums stehen Schwerpunkte und Grundlagen aus den Bereichen VWL und BWL – je nach Auslegung, Ausrichtung und Angebot der Hochschule.

Was sind die Studieninhalte?

Das BWL Studium verbindet viele wichtige betriebswirtschaftliche Themengebiete. Es ist inhaltlich darauf ausgelegt, dass du die komplexen Systeme von Unternehmen verstehst und dynamisch lenken und gestalten kannst. Heutzutage sind Unternehmen von vielfältigen Einflüssen, Strukturen und äußeren Faktoren bestimmt. Diese zu verstehen und gezielt zu steuern, lernst du im Bachelor BWL.

Im Bachelor werden dir im Studienverlauf auf jeden Fall folgende Inhalte begegnen:

  • Betriebswirtschaft
  • Volkswirtschaft
  • Grundlagen des Managements
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Wirtschaftsrecht
  • Marketing + Vertrieb
  • Personalmanagement
  • Produktion + Logistik
  • Online Management
  • internationales und strategisches Management
  • Wirtschaftsenglisch
  • Wirtschaftsmathematik
  • Statistik

Neben diesen Modulen werden im BWL Studium aber noch weitere Kenntnisse vermittelt. So erlernst du verschiedene Soft Skills, dazu gehören u.a. Rhetorik, Präsentation, Moderation und Sozialkompetenz. Auch die Förderung von fremdsprachlichen und mathematischen Kenntnissen in Bezug auf die Wirtschaft spielen im BWL Studium eine große Rolle.

Welche Schwerpunkte gibt es?

Schwerpunkte gibt es im BWL-Studium so einige. Doch welcher passt am besten zu dir? In erster Linie solltest du dabei nach deinen persönlichen Interessen und beruflichen Zielen gehen. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen tatsächlich verbirgt und welche Veranstaltungen auf dem Stundenplan stehen, findest du nachfolgend Infos zu den einzelnen Vertiefungen.

Wenn du dich für Zahlen, Geldströme und wirtschaftliche Zusammenhänge interessierst, ist dieser Schwerpunkt eine gute Wahl. Du lernst, finanzielle Entscheidungen zu analysieren und Risiken einzuschätzen – Fähigkeiten, die vor allem in Banken, Versicherungen oder großen Unternehmen gefragt sind.

Folgende Vertiefungen wären für ein BWL Studium mit dem Schwerpunkt Versicherung und dem Schwerpunkt Finanzen beispielsweise möglich:

  • Financial Services oder Financial Consulting
  • Gesundheitsökonomie
  • Versicherungsmakler*in
  • Operation Management
  • Industrie- und Gewerbeversicherung
  • Altersvorsorge-Management
  • Internationales Versicherungswesen
  • Asset Management
  • Geld- und Vermögensanlage
  • Kredit- und Auslandsgeschäft
  • Wertpapiere und Derivate
  • Vertiefung Kreditgeschäft
  • Bankmanagement

Dieser Schwerpunkt passt zu dir, wenn du verstehen willst, wie Unternehmen ihre Produkte erfolgreich vermarkten. Du beschäftigst dich intensiv mit Zielgruppen und entwickelst Strategien, um Produkte sichtbar und verkäuflich zu machen.

Die folgenden Fächer sind diejenigen, die du mit hoher Wahrscheinlichkeit in deinem BWL-Studium mit Marketingschwerpunkt antreffen wirst:

  • Betriebswirtschaft
  • Volkswirtschaft
  • Recht
  • Marketingmanagement
  • Strategisches Marketing
  • Operatives Marketing
  • Marketingcontrolling
  • Markt- und Meinungsforschung

Hier geht es darum, Prozesse effizient zu planen und zu steuern – egal ob Warenströme oder Immobilienprojekte. Wenn du gern organisierst und den Überblick behältst, findest du in diesem Bereich vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

In der Logistik gibt es vier Teilgebiete, die sich auf die wichtigsten Bereiche der Logistik beziehen.

  • Beschaffungslogistik
  • Produktionslogistik
  • Distributionslogistik
  • Entsorgungslogistik

Die Schwerpunkte im Studium richten sich nach dem gewählten Teilgebiet.

Die Schwerpunkte im BWL Studium mit Vertiefung Immobilien sind in Bereiche aufgeteilt, die sich sowohl mit kreativen, marktanalytischen, rechtlichen und vertraglichen sowie technischen, prozessmanagementbezogenen und finanzierungsrelevanten Aspekten beschäftigen. So kommen u. a. die folgenden Immobilien-Schwerpunkte im Studium in Frage:

  • Immobilieninvestment
  • Immobilienbewertung
  • Immobilienmanagement
  • Immobilienrechnungslegung
  • Bestandsmanagement
  • Projektentwicklung

Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und dich für Reisen, Events oder die Hotelbranche interessierst, ist dieser Schwerpunkt ideal. Die Inhalte eines BWL-Studiums mit dem Schwerpunkt Tourismus beschäftigen sich mit dem Management von Tourismus-, Event- und Hotelunternehmen, Dienstleistungen im Tourismus-, Event-, und Hotelbereich oder der Erschließung neuer Zielgruppen und Möglichkeiten.

Folgende Inhalte können im Studium vorkommen:

Tourismus

  • Destinationsmanagement
  • Tourismus Marketing
  • Wellness- und Gesundheitstourismus
  • Tourismuspolitik
  • Nachhaltiger Tourismus

Hotel

  • Aktuelle Trends in Hotellerie und Tourismus
  • Food & Beverage-Management
  • Internationales Hotelmanagement
  • IT & E-Commerce im Hotelmarkt

Event

  • Marketing für Eventwirtschaft
  • Eventlogistik
  • Management von Veranstaltungszentren, -orten und -agenturen
  • Eventcontrolling

Dieser Schwerpunkt ist besonders zahlenlastig und eignet sich für dich, wenn du strukturiert arbeitest und gerne analysierst. Du sorgst dafür, dass Unternehmen ihre Finanzen im Griff haben und fundierte Entscheidungen treffen können.

Folgende Studieninhalte können u. a. Teil deines BWL Studiums im Bereich Unternehmensführung, Controlling oder Rechnungswesen sein:

  • Wachstums- und Internationalisierungsstrategien
  • Managementtheorien
  • Konzernrechnungslegung
  • Investitions-, Dienstleistungs-, Bereichscontrolling
  • Kapitalmarkttheorie
  • Unternehmensbewertung
  • Unternehmensführung und -organisation
  • Kostenanalyse, Kostenmanagement und Prozessmanagement
  • Bilanzierung und Bilanzanalyse, Bilanzpolitik
  • Risikomanagement
  • Strategische Unternehmensführung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Cash-Flow-Rechnung
  • steuerliche Betriebsausgaben- und Betriebseinnahmenrechnung

Für die Schwerpunktbereiche Gesundheit, Soziales und Pflege gibt es unterschiedliche Bezeichnungen, die von Hochschule zu Hochschule gerne variieren. Besonders beliebt ist die Übersetzung ins Englische, was aber bei genauem Hinsehen keinen inhaltlichen Unterschied mit sich bringt. Gängige Bezeichnungen sind:

  • Pflegemanagement
  • Gesundheitsmanagement
  • Health Care Management/Health Care
  • Sozialmanagement/Social Management
  • Gesundheitsökonomik
  • Gesundheitspolitik
  • Krankenhausmanagement

Folgende Studieninhalte können Teil der BWL Studienschwerpunkte Gesundheit, Pflege und Soziales sein:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Qualitäts- und Technologiemanagement
  • Strategisches Management in der Gesundheitsbranche
  • Krankenhausrecht
  • Gesundheits- und Sozialrecht
  • Medizincontrolling
  • Gesundheitliche Versorgung und pflegerische Betreuung
  • Sozial- und kultursensible Pflege
  • Gesundheitsökonomie

Viele Hochschulen bieten inzwischen international orientierte BWL-Studiengänge an. Nicht zwingend ist der internationale Sektor nur ein Studienschwerpunkt innerhalb des BWL-Studiums, sondern kann auch das komplette Studium prägen. Folgende Studieninhalte können dabei Teil des BWL Studienschwerpunktes Internationales sein:

  • Internationales und interkulturelles Marketing
  • Expansionsstrategien
  • Internationale Unternehmensführung
  • Interkulturelle Kommunikation
  • International Economics
  • Wirtschaftsenglisch und/oder weitere Sprachen
  • Marktwirtschaft
  • Unternehmensethik

Als Betriebswirt*in mit Spezialwissen in Informatik oder Engineering bist du ein wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Abteilungen. Du verfügst über Expertenwissen auf beiden Gebieten und kannst sowohl die wirtschaftliche als auch die technische Effizienz von neuen wie bestehenden Systemen hinterfragen.

Je nach Studienschwerpunkt können dabei u. a. folgende Studieninhalte während des Studiums auf dem Stundenplan stehen:

  • Informationstechnologie für Betriebswirte
  • Softwareentwicklung
  • Planung logistischer Systeme
  • Programmierung und Software-Engineering
  • Wechselwirkungen von IT und Organisation
  • Geschäftsprozess-Management
  • E-Business und E-Commerce
  • Ingenieurmathematik
  • Automatisierungstechnik
  • Informationstechnik, Rechnertechnik und Informatik
  • Algorithmen und Programmierung
  • Technisches Zeichnen und Konstruktion
  • Mechanik, Technische Mechanik und Festigkeitslehre

Wenn du gerne mit anderen arbeitest und dich für Themen wie Führung und Entwicklung interessierst, lernst du im Schwerpunkt Personal, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden gewinnen und fördern. Die Hochschulen betiteln den Studienschwerpunkt innerhalb der Betriebswirtschaft gerne unterschiedlich. Im Grunde sind die Studieninhalte aber nahezu identisch oder ähneln sich sehr stark. Gängige Bezeichnungen sind u. a.:

  • Personal
  • Personalmanagement
  • Human Resources/Human Resource Management (HR)
  • Personalpsychologie
  • Personalwirtschaft
  • Personalwesen

Folgende Studieninhalte können auf deinem Lehrplan im Bereich Personal und Human Resources stehen:

  • Personalmanagement
  • Personalauswahl
  • Recruiting
  • Personalentwicklung
  • Personalcontrolling
  • Personalführung
  • Demografie-Management
  • Rhetorik, Präsentations- und Kommunikationstechniken
  • Psychologische Diagnostik
  • Employer Branding
  • Eignungs- und Organisationsdiagnostik
  • Arbeitsrecht
  • Wirtschafts- und Unternehmensethik

Welche Voraussetzungen muss ich für ein BWL Studium erfüllen?

Jede Hochschule hat bestimmte Zugangskriterien, die erfüllt sein müssen, um zu einem Studium zugelassen zu werden.

Zu den formalen Voraussetzungen zählen in der Regel:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
  • Fachgebundene Hochschule bzw. Fachhochschulreife (Fachabitur) oder
  • ein vergleichbarer Schulabschluss oder
  • eine bestimmte berufliche Qualifikation

Je nach Hochschule werden im Bachelorstudium noch weitere spezielle Kriterien für die Zulassung verlangt:

  1. Numerus Clausus
  2. Englischkenntnisse
  3. Motivationsschreiben
  4. Vorpraktikum
  5. Bestehen eines Auswahlverfahrens

Motivationsschreiben, Eignungstests oder persönliche Gespräche sind optional und gehören vor allem an privaten Hochschulen zu den geforderten Leistungen im Bewerbungsverfahren. Je nach Studiengang werden auch entsprechende Englischkenntnisse verlangt, weil Vorlesungen und Seminare teilweise oder vollständig auf Englisch abgehalten werden können.

Zulassungsverfahren

Man unterscheidet zwischen zulassungsfreien und zulassungsbeschränkten Studiengängen. Für einen zulassungsfreien BWL-Studiengang kannst du dich einfach an der Universität oder Fachhochschule einschreiben. Wichtig ist hierbei nur, dass du die formalen Zugangskriterien erfüllst.

Zulassungsbeschränkte Studiengänge sind meist örtlich zulassungsbeschränkt, das bedeutet, dass die Hochschule die Beschränkung individuell festlegt. In diesem Zusammenhang spielt auch der Numerus Clausus eine Rolle: Er ergibt sich erst nach dem Bewerbungsverfahren und hängt davon ab, wie viele Bewerber*innen es gibt und wie gut deren Leistungen sind. Neben der Abiturnote können dabei auch Wartesemester berücksichtigt werden oder hochschuleigene Auswahlverfahren in die Entscheidung einfließen.

Wie hoch ist der NC für das BWL Studium?

Besonders staatliche Universitäten setzen bei der Zulassung ihrer Studierenden auf die Auswahl mit Hilfe des Numerus Clausus. Natürlich kann der NC-Wert von Hochschule zu Hochschule variieren. Bei BWL liegt er meist zwischen 1,5 und 3,0.

Gibt es ein Pflichtpraktikum im BWL Studium?

Im BWL Studium ist ein Praktikum in der Regel Pflicht. Je nach Hochschule musst du es bis zum dritten Semester absolviert haben oder es erwartet dich erst gegen Ende des Studiums. Die Dauer und die genauen Bestimmungen können stark abweichen, schau deshalb immer in den Studienverlaufsplan.

Wie lange dauert das BWL Studium?

Ein Bachelor in Betriebswirtschaftslehre dauert sechs oder sieben Semester, also etwa drei Jahre. Das ist die Regelstudienzeit, die von den Hochschulen vorgesehen ist. Aber das Studium kann auch mal länger dauern, wenn du beispielweise ein längeres Praktikum oder ein Auslandssemester absolvierst. Vielleicht brauchst du einfach mehr Zeit und wirst nach deinem eigenen Tempo mit deinem BWL Studium fertig.

In welchen Studienformen wird das BWL Studium angeboten?

Ein Bachelor- bzw. Masterstudium im Bereich Betriebswirtschaft wird an vielen verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Diese Vielzahl wirkt sich positiv auf die Studienformen aus. So kannst du das BWL Studium nicht nur in Vollzeit studieren.

Wenn du bereits berufstätig bist, dich aber nochmal akademisch weiterqualifizieren willst, oder wenn du besonders großen Wert auf einen praktischen Anteil im Studium legst, kannst du dich auch für folgende Studienformen entscheiden:

  • Berufsbegleitendes Präsenzstudium
  • BWL online studieren als Fernstudium
  • Duales Studium

Je nach Studienform können Ablauf und Studienzeit dabei anders geregelt sein.

Wo kann ich BWL studieren?

Das Angebot an BWL-Studiengängen ist sehr groß! Du kannst BWL an staatlichen Unis oder Hochschulen und auch an privaten Hochschulen studieren.

Was kostet das BWL Studium?

Was dich ein BWL Studium kostet, hängt in erster Linie davon ab, ob du staatlich oder privat studierst.

Staatliche Hochschulen

Da staatliche Hochschulen von den Bundesländern finanziell unterstützt werden, zahlst du in der Regel* keine Studiengebühren. Lediglich der Semesterbeitrag wird zum Sommer- und Wintersemester fällig. Er setzt sich aus dem Sozialbeitrag, dem Mobilitätsbeitrag (= Semesterticket), dem Studierendenschaftsbeitrag und einem Verwaltungskostenbeitrag zusammen. Je nach Hochschule liegt der Semesterbeitrag zwischen rund 60 Euro und 475 Euro.

*Sonderregelungen kann es zum Beispiel für Zweitstudierende, Langzeitstudierende oder Nicht-EU-Ausländer*innen geben.

Private Hochschulen

Im Gegensatz zu staatlichen Hochschulen finanzieren sich private Hochschulen durch Trägerschaften und Studiengebühren und sind dadurch deutlich teurer. Dabei gibt es kein einheitliches System und keine einheitlichen Gebühren: An einigen privaten Hochschulen zahlst du die Studiengebühren pro Monat, an anderen pro Semester. Gut zu wissen ist außerdem, dass für den gleichen Studiengang – je nach Standort und Sommer- oder Wintersemester – die Gebühren unterschiedlich hoch ausfallen können. Zusätzlich werden je nach Hochschule Semesterbeiträge, Anmelde- oder Prüfungsgebühren erhoben. Diese können je nach Hochschule und Studienform stark variieren.

Für ein BWL Studium an einer privaten Hochschule kannst du mit Kosten zwischen 350 und 850 Euro pro Monat rechnen.

Du weißt nicht, wie du dein Studium finanzieren sollst?

Bei uns erfährst du alles, was du über die verschiedenen Möglichkeiten zur Studienfinanzierung wissen musst.

Welchen Master kann ich nach einem BWL Bachelor studieren?

Da BWL so beliebt ist, ist auch das Angebot an Masterstudiengängen sehr groß. Du findest häufig Masterstudiengänge wie Management, Business Administration, International Management, Marketing, Finance, Controlling, Accounting, Personalmanagement (HR) oder Wirtschaftspsychologie.

Du kannst aber auch in andere Richtungen gehen, zum Beispiel Wirtschaftsinformatik, Supply Chain Management/Logistik, Entrepreneurship, Wirtschaftsrecht oder Data Analytics.

Wichtig ist: Für manche Master brauchst du bestimmte Inhalte aus dem Bachelor, zum Beispiel genug ECTS in Mathe/Statistik, VWL oder Rechnungswesen. Am besten schaust du dir frühzeitig die Zulassungsvoraussetzungen deiner Wunsch-Masterstudiengänge an.

Wie sind die Karrierechancen nach dem BWL Studium?

Nach deinem BWL Studium stehen dir zahlreiche Berufsfelder offen. Mit einem akademischen Abschluss im Bereich Betriebswirtschaft bist du bestmöglich auf die Herausforderungen in der Wirtschaft vorbereitet. Das Management von Unternehmen ist ein sehr komplexes und intensives Arbeitsfeld. Aus diesem Grund gibt es viele verschiedene Berufszweige, die für dich mit einem BWL Studium in Frage kommen.

Solltest du dich bereits während des Studiums auf einen Schwerpunkt spezialisiert haben, kannst du problemlos in die gewählte Branche einsteigen. Allerdings bist du trotzdem so breit wirtschaftswissenschaftlich aufgestellt, dass dir immer noch sämtliche Alternativen offenstehen. Hast du im Studium keinen vertiefenden Schwerpunkt gewählt, kannst du dich auf jede Aufgabe im Management fokussieren.

Für den Berufseinstieg stehen dir dabei folgende Berufsfelder im Management offen:

  • Unternehmens- und Personalberatung
  • Controlling und Wirtschaftsprüfung
  • Marketing und Vertrieb
  • Produktion und Logistik
  • Personalmanagement
  • Projektplanung und -steuerung

Der Karriere in der Wirtschaft oder in einem Unternehmen sind als Manager*in keine Grenzen gesetzt. Wenn du engagiert bist, dich stetig weiterbildest und dein Können unter Beweis stellst, kannst du einiges im Beruf erreichen und in gehobener Führungsposition Karriere machen. Die Berufsperfektiven mit einem BWL-Abschluss sind sehr gut, da Manager*innen und Fachkräfte mit betriebswirtschaftlichem Know-how immer und überall gesucht sind.

Wie hoch ist das Gehalt nach dem BWL Studium?

Das Gehalt im Management hängt immer von sehr vielen Faktoren ab. Daher ist es durchaus schwierig, pauschale Aussagen über ein verbindliches Einkommen zu treffen. Es gibt viele unterschiedliche Aspekte, welche die Verdienstmöglichkeiten beeinflussen. So spielen die Größe des Unternehmens, die Branche und die praktische Erfahrung gerade bei Absolvent*innen eines BWL Studiums eine erhebliche Rolle. Nichtsdestotrotz kannst du nach dem Studium mit einem Einstiegsgehalt von 3.100 bis 4.600 Euro brutto im Monat rechnen.

Und wie sieht es mit der Gehaltsentwicklung aus? Auch hier stehen die Chancen mit einem BWL-Abschluss gut. Schon nach ein paar Jahren im Beruf sind Jahresgehälter von 50.000 bis 60.000 Euro brutto realistisch. In leitenden Positionen sind 60.000 bis 70.000 Euro brutto oder mehr möglich – abhängig von Branche, Unternehmensgröße, Region und deiner Erfahrung.

Du willst es noch genauer wissen? Detaillierte Zahlen und Einblicke findest du in unserem Artikel zum Gehalt in der Wirtschaft.


Allgemeine Fragen zum Studium

Wenn du dich fragst, ob du das BWL Studium schaffen kannst, schau dir die Studienpläne ganz genau an. Zu den „schwierigeren“ Fächern im BWL Studium zählen für die meisten Mathe, Statistik, Rechnungswesen, Kostenrechnung und Controlling.

Ob das BWL-Studium schwer ist, hängt vor allem von deinen Stärken und deiner Lernweise ab. Wenn du bereit bist, dich mit Zahlen auseinanderzusetzen und strukturiert zu arbeiten, ist das BWL Studium gut machbar.

Das BWL Studium startet meist zum Wintersemester, also im September oder Oktober. Viele Hochschulen bieten zusätzlich einen Einstieg zum Sommersemester im März oder April an.

Private Hochschulen oder duale Studiengänge haben teilweise flexiblere Starttermine. Am besten prüfst du die genauen Fristen direkt bei deiner Wunschhochschule.

Für das BWL-Studium gelten häufig feste Bewerbungsfristen: 15. Juli für das Wintersemester und 15. Januar für das Sommersemester.

Je nach Hochschule und Studiengang können die Termine leicht abweichen – prüfe deshalb immer die genauen Fristen auf der Website deiner Wunschhochschule.

Ein BWL Studium ist an vielen Hochschulen auch ohne Abitur möglich – vorausgesetzt, du bringst eine passende berufliche Qualifikation mit. Häufig ist das eine abgeschlossene Ausbildung in einem wirtschaftsnahen Bereich sowie mindestens zwei oder drei Jahre Berufserfahrung. Wenn du einen Meistertitel oder einen gleichgestellten Fortbildungsabschluss besitzt, hast du ebenfalls die Möglichkeit, dich für ein BWL-Studienfach deiner Wahl zu bewerben.

Zusätzlich können je nach Hochschule und Bundesland weitere Voraussetzungen gelten, wie etwa ein Beratungsgespräch, eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium.

Wo, wie und was du mit Fachabitur studieren kannst, hängt von deiner Qualifikation ab. Heute spricht man oft von "Fachabitur" und nicht von der "Fachhochschulreife" oder der "Fachgebundenen Hochschulreife". Es gibt aber wichtige Unterschiede zwischen diesen beiden Abschlüssen.

Wenn du deinen Abschluss an einer Berufsfachschule, einer Fachoberschule oder einer höheren Berufsfachschule erworben hast, besitzt du die Fachhochschulreife. Mit der Fachhochschulreife kannst du an allen Fachhochschulen in Deutschland jeden BWL-Studiengang absolvieren. Welche Universitäten diese Möglichkeit geben und welche Studiengänge dort mit der Fachhochschulreife studiert werden können, musst du an der jeweiligen Universität in Erfahrung bringen.

Die fachgebundene Hochschulreife ermöglicht dir den Zugang zu einem bestimmten Fachbereich oder einer Gruppe von Studiengängen an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen.

Zusätzlich zur Fachgebundenen Hochschulreife und/oder der Fachhochschulreife musst du als Bewerber*in oft Eignungs-, Sprach- oder Mathematiktests absolvieren, damit du zu einem BWL-Studium an einer Uni zugelassen wirst. Du solltest dich deswegen vorab an den einzelnen Hochschulen gut informieren, wie und mit welcher Qualifikation man dort jeweils zu einem BWL Studium zugelassen werden kann.

Ob sich das BWL Studium für dich lohnt, hängt stark davon ab, wie engagiert du bist, ob du dich spezialisierst und wie viele praktische Erfahrungen du sammelst. Schließlich punktet der Studiengang mit seiner Fülle an Möglichkeiten, aber genau darin liegt auch die Herausforderung.

Wenn du BWL studierst, solltest du dich aktiv von der Masse abheben. Das gelingt dir zum Beispiel durch Stipendien, sehr gute Leistungen, Auslandsaufenthalte oder Praktika bei renommierten Unternehmen. Außerdem lohnt es sich, nach dem Bachelor einen Master anzuschließen, um deine Chancen auf einen attraktiven Job deutlich zu verbessern.

BWL ist eine sehr zahlenlastige Wissenschaft. Wie viel Mathe dich im Studium erwartet, hängt aber von der jeweiligen Hochschule und deinem Schwerpunkt ab. Schau am besten direkt in den Studienplan deiner Wunschhochschule, dort siehst du, welches Fach in welchem Semester drankommt.

Zu den typischen Mathe-Fächern zählen z. B.:

  • Rechnungswesen
  • Analysis
  • Statistik
  • Kosten- und Erlösrechnung
  • Buchführung und Abschluss

Viele dieser Fächer sind vor allem in den ersten Semestern vorgesehen. Wenn du die Inhalte gut vor- und nachbereitest und dir bei Bedarf auch Unterstützung holst, sind die mathematischen Anteile im BWL Studium gut machbar.

Seiteninhalt
Autor
de.educations.com TeamAutor

Finden Sie ein Programm in diesen Kategorien